Terpene in Cannabis: Aromen, Vorkommen und Forschung

40 Terpene im Überblick

Terpene sind die Duft- und Aromastoffe, die praktisch jeder Pflanze ihren charakteristischen Geruch verleihen – bei Cannabis reicht die Palette von zitrusfrisch über waldig-holzig bis hin zu würzig-erdig. Chemisch handelt es sich um flüchtige Kohlenwasserstoffe, die in den Harzdrüsen der Blüte gebildet werden, gemeinsam mit den Cannabinoiden wie THC und CBD. Jede Sorte bringt ihr eigenes Terpenprofil mit, und genau dieses Profil entscheidet mit darüber, ob eine Blüte eher nach Kiefernwald, reifer Mango oder frisch geschnittenem Gras riecht.

Myrcen — stilisierte Illustration typischer Quellen (Hopfen, Zitronengras, Thymian)

Myrcen

Aroma: erdig, fruchtig-süß, harzig · Vorkommen: Hopfen, Zitronengras, Thymian

Myrcen zählt zu den Monoterpenen und riecht erdig, leicht süßlich, mit einem Hauch von reifer Frucht. Man findet es nicht nur in Cannabis, sondern auch in Hopfen, Zitronengras und Thymian – daher rührt die Vermutung, dass es in vielen Bieren und Kräutertees mitschwingt, ohne dass man es bewusst wahrnimmt. In Cannabisblüten gehört Myrcen zu den am häufigsten vorkommenden Terpenen überhaupt und prägt bei zahlreichen Sorten den Geruch entscheidend mit.

In der Forschung wird Myrcen häufig mit einer entspannenden, schlaffördernden Wirkung in Verbindung gebracht, wobei belastbare klinische Belege dafür noch ausstehen. Diskutiert wird außerdem, ob es die Aufnahme von THC über die Blut-Hirn-Schranke begünstigen könnte – ein Effekt, der als sogenannter Entourage-Effekt bekannt ist, aber wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt ist.

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Beta-Myrcen — stilisierte Illustration typischer Quellen (Hopfen, Zitronengras, Mango)

Beta-Myrcen

Aroma: erdig, moschusartig, würzig · Vorkommen: Hopfen, Zitronengras, Mango · Isomer von: Myrcen

Beta-Myrcen ist die in der Natur am weitesten verbreitete Isomer-Form von Myrcen und trägt einen erdigen, moschusartigen Duft mit leicht würzigen Nuancen. Chemisch handelt es sich um ein Monoterpen, das in manchen Cannabissorten bis zur Hälfte des gesamten Terpenprofils ausmachen kann – ein Grund, warum bestimmte Blüten so intensiv nach feuchter Erde und reifer Frucht riechen. Auch außerhalb von Cannabis kommt es in nennenswerten Mengen vor, etwa in Hopfendolden.

Der Forschung zufolge werden Beta-Myrcen entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften zugeschrieben, die bislang vor allem in Zell- und Tierstudien untersucht wurden. Für Konsumentinnen und Konsumenten bleibt es vor allem als geruchsprägendes Terpen relevant, das den charakteristischen 'schweren' Duft mancher Sorten erklärt.

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Limonen — stilisierte Illustration typischer Quellen (Zitronen, Orangen, Grapefruit)

Limonen

Aroma: zitrus, minzig, frisch · Vorkommen: Zitronen, Orangen, Grapefruit

Wer an Zitrusfrüchte denkt, hat den Geruch von Limonen quasi schon in der Nase: frisch, spritzig, mit einer leicht minzigen Note. Als Monoterpen kommt es in der Schale von Zitronen, Orangen und Grapefruits reichlich vor, weshalb sich der Name fast von selbst erschließt. In der Cannabispflanze sorgt Limonen bei vielen Sorten für den typisch zitrusartigen Duftakzent, der Blüten von eher erdig-holzigen Varianten unterscheidet.

Limonen wird in Studien eine stimmungsaufhellende und stressreduzierende Wirkung zugeschrieben, wobei sich diese Erkenntnisse bislang überwiegend auf präklinische Untersuchungen stützen. Zudem wird diskutiert, ob das Terpen die Aufnahme anderer Terpene und Cannabinoide im Körper begünstigen könnte – ein Zusammenspiel, das aktuell noch Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung ist.

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D-Limonen — stilisierte Illustration typischer Quellen (Zitronenschalen, Orangenschalen, Kümmel)

D-Limonen

Aroma: zitrus, frisch, spritzig · Vorkommen: Zitronenschalen, Orangenschalen, Kümmel · Isomer von: Limonen

D-Limonen ist die dominierende Isomer-Variante von Limonen und macht in vielen Zitrusölen den Löwenanteil des Duftstoffs aus. Als Monoterpen verströmt es einen klaren, frischen Zitrusgeruch, der an frisch geschälte Orangen erinnert. In Cannabisblüten trägt es, ähnlich wie das verwandte Limonen, zu jenem spritzigen Aroma bei, das viele Konsumentinnen und Konsumenten mit hellen, fruchtigen Sorten verbinden.

In der Forschung wird D-Limonen unter anderem im Zusammenhang mit Verdauungsbeschwerden und Sodbrennen untersucht – belastbare Aussagen zur Wirksamkeit beim Menschen stehen jedoch noch aus, und die vorliegenden Daten stammen größtenteils aus Vorstudien. Als eigenständiger Heilstoff sollte es daher nicht betrachtet werden, wohl aber als interessanter Baustein im Terpenprofil vieler Sorten.

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Beta-Caryophyllen — stilisierte Illustration typischer Quellen (schwarzer Pfeffer, Nelken, Zimt)

Beta-Caryophyllen

Aroma: würzig, holzig, pfeffrig · Vorkommen: schwarzer Pfeffer, Nelken, Zimt

Beta-Caryophyllen riecht würzig-holzig und erinnert stark an schwarzen Pfeffer, mit Anklängen von Nelken und Zimt. Chemisch handelt es sich um ein Sesquiterpen, das damit etwas größer und komplexer aufgebaut ist als die meisten anderen Cannabisterpene. Es kommt neben Cannabis auch reichlich in klassischen Küchengewürzen vor, was den würzig-scharfen Unterton mancher Blüten erklärt.

Besonders macht Beta-Caryophyllen, dass es als eines der wenigen weit verbreiteten Terpene direkt an CB2-Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems binden kann – ein Mechanismus, der in der Forschung intensiv untersucht wird. Ihm werden entzündungshemmende, antibakterielle und neuroprotektive Eigenschaften zugeschrieben, wobei diese Erkenntnisse überwiegend aus präklinischen Studien stammen und noch keine gesicherten Aussagen für den Menschen erlauben.

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Alpha-Caryophyllen — stilisierte Illustration typischer Quellen (schwarzer Pfeffer, Hopfen, Nelken)

Alpha-Caryophyllen

Aroma: würzig, pfeffrig, holzig · Vorkommen: schwarzer Pfeffer, Hopfen, Nelken · Isomer von: Beta-Caryophyllen

Alpha-Caryophyllen – in manchen Quellen auch als Humulen geführt – teilt mit seinem Isomer Beta-Caryophyllen den würzig-pfeffrigen Grundcharakter, wirkt im Duft aber etwas trockener und holziger. Als Sesquiterpen entsteht es häufig gemeinsam mit seinem Gegenstück in denselben Pflanzen, etwa in schwarzem Pfeffer und Hopfen, und trägt in Cannabisblüten zu jener würzigen Tiefe bei, die viele als 'erwachsen' beschreiben.

Der Forschung zufolge wird Alpha-Caryophyllen eine angstlösende und stimmungsaufhellende Wirkung zugeschrieben, allerdings basieren diese Hinweise überwiegend auf Tier- und Laborstudien. Für eine gesicherte Einschätzung beim Menschen fehlen bislang ausreichend große klinische Untersuchungen.

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Trans-Caryophyllen — stilisierte Illustration typischer Quellen (schwarzer Pfeffer, Zimt, Nelken)

Trans-Caryophyllen

Aroma: würzig, pfeffrig, warm · Vorkommen: schwarzer Pfeffer, Zimt, Nelken · Isomer von: Beta-Caryophyllen

Trans-Caryophyllen bezeichnet die räumliche Anordnung, in der Beta-Caryophyllen in der Natur meist vorkommt – der Duft bleibt entsprechend würzig-pfeffrig mit warmen, leicht süßlichen Untertönen. Als Sesquiterpen zählt es zu den chemisch komplexeren Aromastoffen und findet sich klassisch in schwarzem Pfeffer, Zimt und Nelken wieder, was viele würzig geprägte Cannabissorten geschmacklich prägt.

Da Trans-Caryophyllen strukturell eng mit Beta-Caryophyllen verwandt ist, werden ihm in der Forschung ähnliche Eigenschaften zugeschrieben: eine mögliche Rolle bei entzündlichen Prozessen sowie Effekte auf Stimmung und Wohlbefinden werden diskutiert. Auch hier gilt: Die Studienlage ist noch jung, konkrete Wirkversprechen lassen sich daraus nicht ableiten.

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Caryophyllenoxid — stilisierte Illustration typischer Quellen (Eukalyptus, Nelken, Cannabis)

Caryophyllenoxid

Aroma: würzig, pfeffrig, trocken · Vorkommen: Eukalyptus, Nelken, Cannabis · Isomer von: Beta-Caryophyllen

Caryophyllenoxid entsteht, wenn Beta-Caryophyllen mit Sauerstoff reagiert, und behält dabei den würzig-pfeffrigen Grundduft, wirkt insgesamt aber etwas trockener und herber. Chemisch handelt es sich weiterhin um ein Sesquiterpen-Derivat, das man auch in Eukalyptus und Nelken findet. Bekanntheit erlangte es zudem dadurch, dass es als einer der Stoffe gilt, an denen speziell trainierte Spürhunde Cannabis erkennen können.

Wie das verwandte Beta-Caryophyllen bindet auch Caryophyllenoxid an CB2-Rezeptoren, weshalb ihm in der Forschung ähnliche entzündungshemmende und neuroprotektive Eigenschaften zugeschrieben werden. Belastbare klinische Daten zum Menschen liegen bislang jedoch kaum vor, sodass diese Einordnungen vorsichtig zu lesen sind.

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Linalool — stilisierte Illustration typischer Quellen (Lavendel, Minze, Lorbeer)

Linalool

Aroma: blumig, würzig, lavendelartig · Vorkommen: Lavendel, Minze, Lorbeer

Linalool riecht blumig und leicht würzig – wer schon einmal an einem Lavendelfeld vorbeigekommen ist, kennt diesen Duft. Als Monoterpen ist es der Hauptaromastoff des Lavendels und findet sich auch in Minze und Lorbeer wieder. In Cannabisblüten sorgt Linalool bei vielen Sorten für eine blumig-süße Duftnote, die den sonst eher harzig-erdigen Grundton auflockert.

In der Forschung wird Linalool häufig eine beruhigende und angstlösende Wirkung zugeschrieben, ähnlich wie man es aus der Aromatherapie mit Lavendelöl kennt. Erste Untersuchungen deuten zudem auf mögliche antikonvulsive und neuroprotektive Eigenschaften hin, allerdings stammen diese Erkenntnisse überwiegend aus Labor- und Tiermodellen und sind noch nicht auf den Menschen übertragen bestätigt.

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Pinen — stilisierte Illustration typischer Quellen (Kiefern, Rosmarin, Salbei)

Pinen

Aroma: kiefernartig, kräuterig, frisch · Vorkommen: Kiefern, Rosmarin, Salbei

Pinen ist der Oberbegriff für eine Gruppe eng verwandter Monoterpene, deren Duft sofort an einen Spaziergang durch einen Kiefernwald erinnert: frisch, harzig, kräuterig. Man findet es reichlich in Nadelbäumen sowie in Rosmarin, Salbei und Eukalyptus, und es zählt zu den am weitesten verbreiteten Terpenen in der Pflanzenwelt überhaupt. In Cannabisblüten verleiht Pinen manchen Sorten diesen unverwechselbar 'grünen', harzigen Charakter.

Der Pinen-Gruppe werden in der Forschung eine konzentrationsfördernde und die Atemwege erweiternde Wirkung zugeschrieben, ebenso wie entzündungshemmende Eigenschaften. Diese Einordnungen basieren größtenteils auf vorklinischen Studien, weshalb sie als Anhaltspunkt für weitere Forschung und nicht als gesicherte Wirkaussage zu verstehen sind.

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Alpha-Pinen — stilisierte Illustration typischer Quellen (Kiefern, Rosmarin, Salbei)

Alpha-Pinen

Aroma: harzig, frisch, kiefernartig · Vorkommen: Kiefern, Rosmarin, Salbei · Isomer von: Pinen

Alpha-Pinen ist die häufigere der beiden Pinen-Isomere und trägt einen frischen, harzigen Duft, der stark an frisch geschnittenes Kiefernholz erinnert. Als Monoterpen kommt es reichlich in Nadelbäumen sowie in Rosmarin und Salbei vor und ist eines der am häufigsten in der Natur vorkommenden Terpene überhaupt. In Cannabisblüten verstärkt es bei vielen Sorten den harzig-grünen Grundduft.

Alpha-Pinen wird in der Forschung im Zusammenhang mit Konzentration, Gedächtnisleistung und Wachheit diskutiert, außerdem werden ihm antimikrobielle und antioxidative Eigenschaften zugeschrieben. Diese Hinweise stammen größtenteils aus Zell- und Tierstudien; wie sich das Terpen beim Menschen konkret auswirkt, ist bislang nicht abschließend erforscht.

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Alpha-2-Pinen — stilisierte Illustration typischer Quellen (Kiefern, Rosmarin, Salbei)

Alpha-2-Pinen

Aroma: harzig, frisch, waldig · Vorkommen: Kiefern, Rosmarin, Salbei · Isomer von: Alpha-Pinen

Alpha-2-Pinen ist eine chemisch eng verwandte Variante von Alpha-Pinen und teilt dessen frisch-harzigen, an Kiefernwald erinnernden Duft. Als Monoterpen tritt es meist gemeinsam mit seinem Hauptisomer in denselben Pflanzenquellen auf, etwa in Nadelhölzern, Rosmarin und Salbei. In Cannabisblüten lässt es sich analytisch oft nur schwer vom Hauptisomer trennen, trägt aber zum selben waldig-frischen Aromaeindruck bei.

Da Alpha-2-Pinen strukturell dem Alpha-Pinen sehr nahesteht, geht die Forschung von ähnlichen Eigenschaften aus – etwa im Zusammenhang mit Aufmerksamkeit und einer möglichen antimikrobiellen Wirkung. Eigenständige Studien speziell zu dieser Variante sind bislang jedoch rar, weshalb Aussagen dazu vorsichtig zu behandeln sind.

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Beta-Pinen — stilisierte Illustration typischer Quellen (Kiefern, Dill, Petersilie)

Beta-Pinen

Aroma: harzig, frisch, holzig · Vorkommen: Kiefern, Dill, Petersilie · Isomer von: Alpha-Pinen

Beta-Pinen ist das zweite große Pinen-Isomer und riecht ebenfalls frisch-harzig, tendiert aber etwas mehr ins Holzige als sein Gegenstück Alpha-Pinen. Als Monoterpen kommt es unter anderem in Kiefernharz, Dill und Petersilie vor und trägt in Cannabisblüten zur charakteristisch waldig-grünen Duftnote bei, die viele klassische Sorten prägt.

In der Forschung wird untersucht, ob Beta-Pinen eine atemwegsöffnende Wirkung haben könnte, etwa im Kontext von Asthma – hierzu handelt es sich bislang jedoch um vorsichtige, vorklinische Ansätze, aus denen keine gesicherten Aussagen für den Menschen abgeleitet werden können. Wie das verwandte Alpha-Pinen wird ihm zudem eine gewisse entzündungshemmende Eigenschaft zugeschrieben.

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Beta-2-Pinen — stilisierte Illustration typischer Quellen (Kiefern, Dill, Petersilie)

Beta-2-Pinen

Aroma: harzig, frisch, waldig · Vorkommen: Kiefern, Dill, Petersilie · Isomer von: Beta-Pinen

Beta-2-Pinen ist eine strukturell eng verwandte Form von Beta-Pinen und bringt denselben frisch-harzigen, leicht holzigen Duft mit. Chemisch als Monoterpen eingeordnet, tritt es meist zusammen mit seinem Hauptisomer in denselben Quellen auf – etwa in Nadelbäumen und verschiedenen Küchenkräutern – und lässt sich im Aroma kaum vom Hauptisomer unterscheiden.

Da es dem Beta-Pinen chemisch sehr ähnlich ist, wird ihm in der Forschung ein vergleichbares Profil zugeschrieben, unter anderem mit Blick auf die Atemwege und mögliche entzündungshemmende Effekte. Eigenständige Untersuchungen speziell zu Beta-2-Pinen sind bislang selten, weshalb hierzu vor allem Rückschlüsse aus der Forschung zum Hauptisomer gezogen werden.

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Terpinolen — stilisierte Illustration typischer Quellen (Teebaumöl, Kiefernnadeln, Muskatnuss)

Terpinolen

Aroma: kiefernartig, fruchtig, kräuterig · Vorkommen: Teebaumöl, Kiefernnadeln, Muskatnuss

Terpinolen ist im Vergleich zu vielen anderen Terpenen ein wahrer Multitalent im Duft: Es vereint kiefernartige, kräuterige und leicht fruchtig-zitrusartige Noten in einem Molekül. Als Monoterpen kommt es in Teebaumöl, Kiefernnadeln und Muskatnuss vor und ist in Cannabisblüten seltener das dominierende Terpen, sorgt aber bei den Sorten, in denen es überwiegt, für ein besonders komplexes, luftig-frisches Aroma.

Terpinolen werden in der Forschung antioxidative Eigenschaften zugeschrieben, außerdem wird eine mild beruhigende, gleichzeitig erfrischende Wirkung diskutiert. Die vorliegenden Daten stammen überwiegend aus Labor- und Tierstudien, sodass sich daraus derzeit keine gesicherten Aussagen für den menschlichen Konsum ableiten lassen.

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Humulen — stilisierte Illustration typischer Quellen (Hopfen, Salbei, Ginseng)

Humulen

Aroma: holzig, erdig, hopfig · Vorkommen: Hopfen, Salbei, Ginseng

Humulen trägt einen holzig-erdigen Duft mit einer leicht hopfigen Note, die man aus dem Bierbrauen kennt – schließlich ist Hopfen seine Hauptquelle. Als Sesquiterpen findet es sich außerdem in Salbei und Ginseng und war früher auch unter dem Namen Alpha-Caryophyllen bekannt, was die enge chemische Verwandtschaft zur Caryophyllen-Familie unterstreicht. In Cannabisblüten sorgt es für einen erdig-herben Unterton.

In der Forschung wird Humulen im Zusammenhang mit dem Appetit untersucht, wobei bislang unklar ist, in welche Richtung und wie stark ein möglicher Effekt beim Menschen ausfällt. Belastbare klinische Studien dazu stehen noch aus, sodass sich aus den vorliegenden Daten keine gesicherten Rückschlüsse ziehen lassen.

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Alpha-Humulen — stilisierte Illustration typischer Quellen (Hopfen, Salbei, Ginseng)

Alpha-Humulen

Aroma: holzig, erdig, würzig · Vorkommen: Hopfen, Salbei, Ginseng · Isomer von: Humulen

Alpha-Humulen ist die in der Natur am häufigsten vorkommende Form des Humulens und riecht entsprechend holzig-erdig mit würzigen Anklängen. Als Sesquiterpen tritt es meist gemeinsam mit Beta-Caryophyllen auf, da beide chemisch eng verwandt sind und in vielen Pflanzen parallel gebildet werden – etwa in Hopfen, Salbei und Ginseng. In Cannabisblüten trägt es zur erdig-würzigen Aromatiefe bei.

Alpha-Humulen wird in der Forschung mit entzündungshemmenden Eigenschaften sowie mit schmerzbezogenen Fragestellungen in Verbindung gebracht, außerdem wird eine immunmodulierende Wirkung diskutiert. Auch hier gilt: Die bisherigen Erkenntnisse stammen größtenteils aus präklinischen Studien und lassen noch keine abschließenden Aussagen für den Menschen zu.

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Ocimen — stilisierte Illustration typischer Quellen (Basilikum, Minze, Mango)

Ocimen

Aroma: kräuterig, frisch, fruchtig · Vorkommen: Basilikum, Minze, Mango

Ocimen duftet frisch und kräuterig mit einem fruchtigen Einschlag, der an Basilikum und reife Mango erinnert. Als Monoterpen ist es in vielen Pflanzen der Küche zu finden, etwa in Minze und Basilikum, und wird oft eher als Nebenterpen in Cannabisblüten registriert, das dort für eine leicht süßliche, kräuterige Frische sorgt.

Im Community-Sprachgebrauch wird Ocimen häufig mit stimmungs- und kreativitätsbezogenen Beschreibungen assoziiert, wissenschaftlich belastbare Studien dazu fehlen bislang jedoch weitgehend. In der Forschung werden ihm zudem entzündungshemmende, antivirale und antifungale Eigenschaften zugeschrieben, wobei diese Erkenntnisse überwiegend aus Labor- und Zellstudien stammen und noch nicht auf den Menschen übertragen wurden.

249 Blüten mit Ocimen im Preisvergleich
Beta-Ocimen — stilisierte Illustration typischer Quellen (Basilikum, Minze, Mango)

Beta-Ocimen

Aroma: frisch, kräuterig · Vorkommen: Basilikum, Minze, Mango · Isomer von: Ocimen

Beta-Ocimen ist eines von mehreren Isomeren des Ocimens und gehört zu den flüchtigeren Terpenen einer Cannabisblüte. Sein Geruch wird oft als frisch und kräuterig beschrieben, mit einer Ähnlichkeit zu Basilikum oder Minze, teils auch mit einer leicht fruchtigen Note, die an Mango erinnert. In der Natur findet sich Beta-Ocimen nicht nur in Cannabis, sondern auch in zahlreichen Kräutern und Blüten, wo es unter anderem eine Rolle bei der Anlockung von Bestäubern spielt.

In der Forschung wird Beta-Ocimen im Zusammenhang mit den Atemwegen untersucht, konkrete Wirkaussagen für den Menschen lassen sich daraus aber noch nicht ableiten. Wie bei den meisten Cannabisterpenen stammen die bisherigen Erkenntnisse überwiegend aus Labor- und Tierversuchen, sodass die beschriebenen Eigenschaften als Ansatzpunkt für weitere Forschung zu verstehen sind.

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Cis-Ocimen — stilisierte Illustration typischer Quellen (Basilikum, Minze, Mango)

Cis-Ocimen

Aroma: frisch, kräuterig · Vorkommen: Basilikum, Minze, Mango · Isomer von: Ocimen

Cis-Ocimen ist wie Beta-Ocimen ein Isomer des Ocimens und bringt eine ähnlich frisch-kräuterige Duftnote mit, die häufig mit Basilikum, Minze oder reifer Mango verglichen wird. Isomere besitzen dieselbe chemische Summenformel, unterscheiden sich aber in der räumlichen Anordnung ihrer Atome – das erklärt, warum sich beide Ocimen-Varianten geruchlich ähneln, aber nicht identisch riechen. Auch Cis-Ocimen kommt in vielen aromatischen Pflanzen neben Cannabis vor.

In der Forschung wird das Terpen unter anderem mit Stimmung und Kreativität in Verbindung gebracht, zudem werden ihm in Laborstudien entzündungshemmende, antivirale und antifungale Eigenschaften zugeschrieben. Es handelt sich dabei um vorläufige Erkenntnisse, die noch keine gesicherten Aussagen zur Wirkung beim Menschen erlauben.

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Alpha-Bisabolol — stilisierte Illustration typischer Quellen (Kamille, Cannabis, Kandeia-Baum)

Alpha-Bisabolol

Aroma: süßlich, blumig, kamillenartig · Vorkommen: Kamille, Cannabis, Kandeia-Baum

Alpha-Bisabolol duftet süßlich-blumig und erinnert unmittelbar an Kamillentee – kein Zufall, denn Kamille ist seine bekannteste natürliche Quelle. Als Sesquiterpenalkohol unterscheidet es sich chemisch von vielen anderen Cannabisterpenen und ist zugleich einer der Gründe, warum bestimmte Sorten einen zarten, fast süßlichen Unterton im Aroma haben.

Aus der Kosmetikindustrie ist Alpha-Bisabolol seit Langem bekannt: Ihm werden hautberuhigende, wundheilungsfördernde und entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben, weshalb es häufig in Cremes und Lotionen eingesetzt wird. Für den Konsum von Cannabisblüten liegen dazu bislang kaum spezifische Untersuchungen vor, weshalb sich diese Einordnungen vor allem auf die äußerliche Anwendung beziehen.

190 Blüten mit Bisabolol im Preisvergleich
Bisabolol — stilisierte Illustration typischer Quellen (Kamille, Cannabis, Kandeia-Baum)

Bisabolol

Aroma: süßlich, blumig, sanft · Vorkommen: Kamille, Cannabis, Kandeia-Baum · Isomer von: Alpha-Bisabolol

Bisabolol wird oft als Sammelbezeichnung für eine Gruppe eng verwandter Sesquiterpenalkohole verwendet, zu denen auch Alpha-Bisabolol zählt. Der Duft bleibt dabei durchweg mild, süßlich und blumig, mit der charakteristischen Kamillennote. In Cannabisblüten kommt es meist nur in geringen Mengen vor, trägt aber zu einem weichen, abgerundeten Duftbild bei.

Dem gesamten Bisabolol-Profil werden in der Forschung ähnliche Eigenschaften zugeschrieben wie dem Alpha-Bisabolol: eine hautberuhigende und entzündungshemmende Wirkung, die vor allem aus der Anwendung in Hautpflegeprodukten bekannt ist. Klinische Daten speziell zum Cannabiskonsum sind bislang begrenzt, weshalb konkrete Wirkaussagen dazu zurückhaltend zu formulieren sind.

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Farnesen — stilisierte Illustration typischer Quellen (Apfelschale, Hopfen)

Farnesen

Aroma: süß-fruchtig, grüner Apfel · Vorkommen: Apfelschale, Hopfen

Farnesen ist eigentlich ein Sammelbegriff für eine Gruppe eng verwandter Sesquiterpene, zu der auch Trans-β-Farnesen gehört. Charakteristisch ist ein süß-fruchtiger Duft, der besonders an grünen Apfel erinnert – nicht zufällig ist die Verbindung auch für den typischen Geruch von Apfelschalen mitverantwortlich. Daneben kommt Farnesen in nennenswerten Mengen in Hopfen vor, was gewisse aromatische Parallelen zwischen Bier und bestimmten Cannabissorten erklärt.

In der Forschung wird Farnesen vor allem eine entspannende Wirkung auf das Nervensystem zugeschrieben. Da die verschiedenen Farnesen-Varianten chemisch eng verwandt sind, überschneiden sich ihre untersuchten Eigenschaften häufig. Belastbare klinische Studien am Menschen stehen jedoch, wie bei den meisten Cannabisterpenen, noch aus.

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Trans-β-Farnesen — stilisierte Illustration typischer Quellen (Äpfel, Birnen, Orangen)

Trans-β-Farnesen

Aroma: süß, fruchtig · Vorkommen: Äpfel, Birnen, Orangen · Isomer von: Farnesen

Trans-β-Farnesen ist ein süß-fruchtig duftendes Sesquiterpen, das man aus dem Geruch reifer Äpfel, Birnen oder Orangen kennt. In der Natur dient es manchen Pflanzen auch als Abwehrstoff gegen Blattläuse, die auf diesen Duft mit Fluchtverhalten reagieren. In Cannabisblüten verleiht es Sorten mit fruchtiger Prägung eine süße, an Obst erinnernde Note, die oft im Zusammenspiel mit Monoterpenen wie Myrcen auftritt.

Der Verbindung werden in der Forschung entspannende Eigenschaften auf das Nervensystem zugeschrieben, außerdem wird sie im Zusammenhang mit entzündungshemmender und antioxidativer Aktivität untersucht. Die vorliegenden Daten stammen größtenteils aus präklinischen Studien und lassen bislang keine gesicherten Aussagen zur Wirkung beim Menschen zu.

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Nerolidol — stilisierte Illustration typischer Quellen (Jasmin, Ingwer, Zitronengras)

Nerolidol

Aroma: holzig, fruchtig · Vorkommen: Jasmin, Ingwer, Zitronengras

Nerolidol ist ein Sesquiterpen-Alkohol mit einem holzig-fruchtigen Duft, der Assoziationen zu Jasmin, Ingwer und Zitronengras weckt. Die Verbindung wird seit Langem auch außerhalb von Cannabis genutzt, etwa als Duftstoff in der Kosmetikindustrie, wo sie unter anderem in Parfüms und Cremes zum Einsatz kommt. In Cannabisblüten trägt Nerolidol zu einer weichen, blumig-holzigen Aromatik bei.

In der Forschung wird Nerolidol eine beruhigende Wirkung zugeschrieben, wobei sich die bisherigen Untersuchungen überwiegend auf Labor- und Tiermodelle stützen. Konkrete Aussagen zur Wirkung beim Menschen lassen sich daraus noch nicht ableiten – dafür braucht es weitere, größer angelegte Studien.

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Trans-Nerolidol — stilisierte Illustration typischer Quellen (Jasmin, Ingwer, Zitronengras)

Trans-Nerolidol

Aroma: holzig, fruchtig · Vorkommen: Jasmin, Ingwer, Zitronengras · Isomer von: Nerolidol

Trans-Nerolidol ist eines der beiden Hauptisomere des Nerolidols und verbindet holzige mit fruchtigen Duftnoten. Man findet die Verbindung unter anderem in Jasminblüten, Ingwer und Zitronengras, wo sie zum komplexen Aromabild dieser Pflanzen beiträgt. In Cannabisblüten kommt Trans-Nerolidol meist nur in geringen Mengen vor, kann aber dennoch spürbar zur Gesamtkomplexität des Duftprofils beitragen.

In der Forschung wird das Terpen unter anderem im Zusammenhang mit der Hautpflege untersucht, außerdem werden ihm entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften zugeschrieben. Diese Befunde stammen überwiegend aus Laborstudien mit Zell- oder Tiermodellen, sodass sich daraus derzeit keine gesicherten Aussagen für die Anwendung beim Menschen ableiten lassen.

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Geraniol — stilisierte Illustration typischer Quellen (Rosen, Geranien, Zitronen)

Geraniol

Aroma: blumig, rosenartig · Vorkommen: Rosen, Geranien, Zitronen

Geraniol duftet blumig und rosenartig, mit einer leicht zitrischen Facette, die an Zitronen erinnert. Der Name verweist auf seine Herkunft aus Geranien, doch die Verbindung findet sich in ganz ähnlicher Form auch in Rosenblüten. In Cannabisblüten mit hohem Geraniol-Anteil zeigt sich diese blumige Süße besonders deutlich und verleiht dem Gesamtaroma eine gewisse Eleganz.

In der Forschung wird Geraniol im Zusammenhang mit der Stimmung beschrieben, wenngleich die Datenlage hierzu noch dünn ist. Zusätzlich werden ihm antiseptische, antivirale und antifungale Eigenschaften zugeschrieben, basierend auf Labor-Untersuchungen. Für gesicherte Aussagen zur Wirkung beim Menschen fehlen bislang aussagekräftige klinische Studien.

Geranylacetat — stilisierte Illustration typischer Quellen (Rosen, Geranien)

Geranylacetat

Aroma: blumig, rosenartig · Vorkommen: Rosen, Geranien

Geranylacetat entsteht chemisch als Ester des Geraniols und trägt einen ähnlich blumig-rosenartigen Duft, der jedoch oft als etwas fruchtiger und weicher beschrieben wird. Wie sein Ausgangsstoff kommt es vor allem in Rosen und Geranien vor und wird häufig gemeinsam mit Geraniol in Cannabisblüten nachgewiesen. Die Esterbindung verändert dabei nicht nur den Duft leicht, sondern auch das chemische Verhalten der Verbindung.

In der Forschung wird Geranylacetat im Zusammenhang mit der Hautpflege untersucht, zudem werden ihm antiseptische Eigenschaften zugeschrieben. Auch hierbei handelt es sich um vorläufige Erkenntnisse aus Laborstudien, die noch keine abschließenden Aussagen über eine Wirkung beim Menschen zulassen.

Gamma-Elemen — stilisierte Illustration typischer Quellen (Hopfen, Salbei, Ginseng)

Gamma-Elemen

Aroma: holzig, erdig · Vorkommen: Hopfen, Salbei, Ginseng

Gamma-Elemen zählt zu den holzig-erdigen Terpenen und trägt in manchen Cannabissorten zu einer erdigen, leicht würzigen Grundnote bei. Außerhalb von Cannabis findet sich die Verbindung unter anderem in Hopfen, Salbei und Ginseng – drei Pflanzen, die traditionell für ihre aromatischen und teils medizinisch genutzten Eigenschaften bekannt sind. Chemisch gehört Gamma-Elemen zur Gruppe der Sesquiterpene, die im Vergleich zu den kleineren Monoterpenen meist schwerer und weniger flüchtig sind.

In der Forschung wird Gamma-Elemen entzündungshemmende Aktivität zugeschrieben, zudem gibt es erste Untersuchungen im Bereich der Schmerzforschung sowie zu möglichen immunbezogenen Effekten. Diese Befunde stammen überwiegend aus präklinischen Studien, weshalb konkrete Wirkaussagen für den Menschen derzeit nicht getroffen werden können.

Alpha-Guaien — stilisierte Illustration typischer Quellen (Zypressen, Guajakholz, Rosmarin)

Alpha-Guaien

Aroma: holzig, kiefernartig · Vorkommen: Zypressen, Guajakholz, Rosmarin

Alpha-Guaien verströmt einen holzigen, kiefernartigen Duft, der stark an Nadelwald erinnert. Der Name verweist auf seine Herkunft aus dem Guajakbaum, dessen aromatisches Holz seit Langem für Duftstoffe genutzt wird. Auch Zypressen und Rosmarin enthalten diese Verbindung, was die charakteristische, harzig-frische Note erklärt, die man in manchen Cannabissorten mit hohem Alpha-Guaien-Anteil wahrnimmt.

In Untersuchungen wird dem Terpen eine antimikrobielle Wirkung zugeschrieben, teilweise auch im Zusammenhang mit der Mundgesundheit. Solche Befunde beruhen bislang überwiegend auf Labortests und lassen noch keine gesicherten Rückschlüsse auf eine Wirkung im menschlichen Körper zu – weitere Forschung ist hier nötig, bevor konkretere Aussagen möglich sind.

Guaiol — stilisierte Illustration typischer Quellen (Zypressen, Guajakholz, Rosmarin)

Guaiol

Aroma: holzig, kiefernartig · Vorkommen: Zypressen, Guajakholz, Rosmarin

Guaiol teilt sich seine pflanzlichen Quellen mit Alpha-Guaien – Zypressen, Guajakholz und Rosmarin – und riecht entsprechend ähnlich holzig und kiefernartig. Chemisch unterscheidet es sich jedoch von den meisten anderen Cannabisterpenen: Guaiol ist ein Sesquiterpenoid, genauer ein Alkohol, und kein reiner Kohlenwasserstoff. Diese funktionelle Gruppe verleiht dem Molekül andere chemische Eigenschaften als etwa den reinen Sesquiterpenen wie Caryophyllen.

Der aktuelle Forschungsstand beschäftigt sich vor allem mit möglichen antimikrobiellen Eigenschaften von Guaiol, basierend auf Labor-Untersuchungen. Wie bei vielen weniger erforschten Cannabisterpenen handelt es sich dabei um frühe Erkenntnisse, die eine Einordnung als vorsichtige Forschungshypothese erfordern und keine Heilaussagen zulassen.

Gamma-Selinen — stilisierte Illustration typischer Quellen (Hopfen, Salbei, Ginseng)

Gamma-Selinen

Aroma: holzig, erdig · Vorkommen: Hopfen, Salbei, Ginseng

Gamma-Selinen gehört zu den holzig-erdigen Sesquiterpenen und findet sich, ähnlich wie Gamma-Elemen, in Hopfen, Salbei und Ginseng wieder. In Cannabisblüten trägt es zu einer tieferen, erdigen Aromanote bei, die häufig gemeinsam mit anderen Sesquiterpenen auftritt und den Gesamteindruck einer Sorte abrundet. Als Sesquiterpen ist es weniger flüchtig als etwa Limonen oder Pinen und daher eher in der Basisnote eines Duftprofils wahrnehmbar.

In der Forschung werden Gamma-Selinen entzündungshemmende sowie immunbezogene Eigenschaften zugeschrieben. Auch hier gilt: Die bisherigen Daten stammen größtenteils aus präklinischen Studien, weshalb sich daraus noch keine belastbaren Aussagen zur Wirkung beim Menschen ableiten lassen.

Alpha-Selinen — stilisierte Illustration typischer Quellen (Hopfen, Salbei, Ginseng)

Alpha-Selinen

Aroma: holzig, erdig · Vorkommen: Hopfen, Salbei, Ginseng · Isomer von: Gamma-Selinen

Alpha-Selinen ist ein Isomer von Gamma-Selinen und teilt sich mit diesem sowohl die pflanzlichen Quellen als auch das holzig-erdige Duftbild. Man findet die Verbindung unter anderem in Hopfen, Salbei und Ginseng, drei Pflanzen mit einer langen Tradition in der Aromaküche wie auch in der traditionellen Anwendung. In Cannabisblüten tritt Alpha-Selinen häufig gemeinsam mit seinem Isomer auf und verstärkt dessen erdig-würzige Note.

Da sich beide Selinen-Isomere chemisch sehr ähnlich sind, werden ihnen in der Forschung vergleichbare Eigenschaften zugeschrieben – insbesondere entzündungshemmende und immunbezogene Effekte, wie sie in Zell- und Tiermodellen beobachtet wurden. Für den Menschen liegen bislang keine ausreichenden klinischen Daten vor, um daraus konkrete Wirkaussagen abzuleiten.

Gamma-Cadinen — stilisierte Illustration typischer Quellen (Zedernholz, Sandelholz, Patchouli)

Gamma-Cadinen

Aroma: holzig, moschusartig · Vorkommen: Zedernholz, Sandelholz, Patchouli

Gamma-Cadinen bringt eine holzige, moschusartige Duftnote mit, die an Zedernholz, Sandelholz oder Patchouli erinnert – Aromen, die auch in der Parfümerie seit Langem geschätzt werden. In Cannabisblüten sorgt dieses Sesquiterpen häufig für eine tiefe, warme Basisnote, die dem Gesamtprofil einer Sorte eine gewisse Schwere verleiht. Es gehört zur größeren Familie der Cadinene, die in vielen aromatischen Hölzern vorkommen.

Im Forschungskontext wird Gamma-Cadinen eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem zugeschrieben, weshalb es unter anderem im Zusammenhang mit Angst, Stress und Schlaf untersucht wird. Daneben gibt es Hinweise auf antioxidative und antimikrobielle Eigenschaften. Auch diese Erkenntnisse stammen überwiegend aus Labormodellen und sind noch nicht klinisch am Menschen bestätigt.

Trans-Bergamoten — stilisierte Illustration typischer Quellen (Bergamotte, Grapefruit, Limette)

Trans-Bergamoten

Aroma: zitrus, blumig · Vorkommen: Bergamotte, Grapefruit, Limette

Trans-Bergamoten verdankt seinen Namen der Bergamotte, jener Zitrusfrucht, die auch als Aroma im Earl-Grey-Tee bekannt ist. Der Duft wird als zitrusfrisch und zugleich blumig beschrieben, mit Parallelen zu Grapefruit und Limette. In Cannabisblüten trägt dieses Sesquiterpen zu hellen, frischen Aromanoten bei und findet sich häufig in Sorten mit ausgeprägtem Zitrusprofil.

In der Forschung wird Trans-Bergamoten eine stimmungsaufhellende Wirkung zugeschrieben, zudem untersuchen Studien antiseptische, antivirale und antifungale Eigenschaften. Wie bei den meisten Terpenen basieren diese Erkenntnisse bislang vor allem auf Labor- und Zellstudien, sodass verlässliche Aussagen zur Wirkung beim Menschen noch aussteht.

p-Cymen — stilisierte Illustration typischer Quellen (Thymian, Oregano, Kümmel)

p-Cymen

Aroma: zitrus, würzig · Vorkommen: Thymian, Oregano, Kümmel

p-Cymen verbindet eine zitrische Frische mit würzigen Noten und erinnert im Geruch an mediterrane Kräuter wie Thymian, Oregano oder Kümmel. Chemisch handelt es sich um ein aromatisches Monoterpen, das häufig gemeinsam mit verwandten Verbindungen wie Terpinen in ätherischen Ölen vorkommt. In Cannabisblüten tritt es meist nur in geringen Mengen auf, kann dem Gesamtaroma aber eine würzig-kräuterige Facette hinzufügen.

In Studien wird p-Cymen antiseptische Eigenschaften zugeschrieben, unter anderem im Zusammenhang mit der Mundgesundheit. Diese Befunde stammen überwiegend aus Labortests an Mikroorganismen und lassen noch keine gesicherten Rückschlüsse auf eine Anwendung beim Menschen zu – hierzu fehlt es bislang an klinischer Forschung.

Fenchol — stilisierte Illustration typischer Quellen (Fenchel, Basilikum, Lavendel)

Fenchol

Aroma: frisch, kräuterig · Vorkommen: Fenchel, Basilikum, Lavendel

Fenchol duftet frisch und kräuterig, mit einer erkennbaren Nähe zum namensgebenden Fenchel. Auch Basilikum und Lavendel enthalten diese Verbindung, was die krautig-blumige Duftrichtung erklärt, die Fenchol in manchen Cannabissorten beisteuert. Als Monoterpen-Alkohol zählt es zu den flüchtigeren Aromastoffen und ist häufig schon beim Öffnen einer Verpackung wahrnehmbar.

In der Forschung wird Fenchol im Zusammenhang mit den Atemwegen beschrieben, insbesondere in Bezug auf eine schleimlösende Wirkung. Daneben werden ihm antiseptische, antivirale und antifungale Eigenschaften zugeschrieben. Auch hier gilt: Die Datenlage basiert überwiegend auf Labor- und Tierversuchen, konkrete Wirkversprechen für den Menschen sind daraus nicht abzuleiten.

Alpha-Cedren — stilisierte Illustration typischer Quellen (Zedernholz)

Alpha-Cedren

Aroma: holzig, zedernartig · Vorkommen: Zedernholz

Alpha-Cedren trägt einen klar erkennbaren, holzig-zedernartigen Duft, der stark an frisch geschnittenes Zedernholz erinnert – eine Note, die auch in vielen Parfüms und Räucherwaren geschätzt wird. In Cannabisblüten sorgt dieses Sesquiterpen für eine warme, harzige Basisnote, die dem Aroma einer Sorte Tiefe verleiht. Es gehört zur größeren Gruppe der Cedran-Verbindungen, die eng mit anderen holzigen Terpenen verwandt sind.

In der Forschung wird Alpha-Cedren eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem zugeschrieben und im Kontext von Schlaf- und Stressforschung untersucht. Zusätzlich werden antioxidative und antimikrobielle Eigenschaften diskutiert. Die bisherigen Erkenntnisse stammen vorwiegend aus präklinischen Studien und erlauben noch keine abschließende Bewertung für den Menschen.

Camphen — stilisierte Illustration typischer Quellen (Zypressen, Rosmarin, Salbei)

Camphen

Aroma: würzig, kampferartig · Vorkommen: Zypressen, Rosmarin, Salbei

Camphen bringt einen würzigen, kampferartigen Duft mit, der unmittelbar an Rosmarin oder Salbei erinnert. Auch in Zypressen kommt diese Verbindung vor, weshalb Camphen in der Aromaforschung oft zu den Nadelbaum- und Kräuterdüften gezählt wird. In Cannabisblüten tritt es meist als Begleitterpen auf und verstärkt würzige, erdige Duftnoten anderer dominanter Terpene.

In der Forschung wird Camphen im Zusammenhang mit den Atemwegen beschrieben, insbesondere mit Blick auf eine mögliche schleimlösende Wirkung. Zusätzlich werden ihm antiseptische Eigenschaften zugeschrieben. Wie bei vergleichbaren Terpenen basieren diese Erkenntnisse überwiegend auf präklinischen Untersuchungen und erlauben noch keine gesicherten Wirkaussagen für den Menschen.

Alpha-Terpineol — stilisierte Illustration typischer Quellen (Teebaumöl, Eukalyptus, Jasmin)

Alpha-Terpineol

Aroma: blumig, lilienartig · Vorkommen: Teebaumöl, Eukalyptus, Jasmin

Alpha-Terpineol duftet blumig und lilienartig, mit einer leicht frischen Note, die es unter anderem aus Teebaumöl und Eukalyptus bekannt macht. Auch in Jasminblüten kommt diese Verbindung vor, was die vielseitige, zwischen frisch und blumig changierende Aromatik erklärt. In Cannabisblüten trägt Alpha-Terpineol häufig zu einem angenehm weichen, floralen Unterton bei.

In der Forschung wird Alpha-Terpineol eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem zugeschrieben, ergänzt durch Untersuchungen zu entzündungshemmenden, antioxidativen und antimikrobiellen Eigenschaften. Diese Befunde stammen vor allem aus Labor- und Tierstudien; für gesicherte Aussagen zur Wirkung beim Menschen bedarf es weiterer klinischer Forschung.

Häufige Fragen zu Terpenen

Was sind Terpene?
Terpene sind natürliche Aromastoffe, die in vielen Pflanzen vorkommen – bei Cannabis werden sie in denselben Harzdrüsen gebildet wie die Cannabinoide. Sie sind für den charakteristischen Duft einer Sorte verantwortlich, ob zitrusartig, würzig oder holzig, und kommen auch in Kräutern, Früchten oder Nadelbäumen vor. Über 100 verschiedene Terpene wurden bislang in Cannabis nachgewiesen, meist in sehr geringen Mengen.
Was ist der Entourage-Effekt?
Als Entourage-Effekt wird die Hypothese bezeichnet, dass die verschiedenen Inhaltsstoffe einer Cannabispflanze – Cannabinoide, Terpene und weitere Verbindungen – gemeinsam anders wirken könnten als jeder Stoff für sich allein. Die Idee stammt aus der Grundlagenforschung und wird kontrovers diskutiert. Gesicherte klinische Belege stehen noch aus, weshalb sie derzeit als Forschungsansatz und nicht als bewiesene Tatsache gilt.
Beeinflussen Terpene die Wirkung?
Ob und in welchem Ausmaß Terpene die Wirkung von Cannabis mitbestimmen, wird in Studien untersucht, ist aber noch nicht abschließend geklärt. Einzelnen Terpenen werden in der Forschung bestimmte Eigenschaften zugeschrieben, etwa entspannende oder entzündungshemmende Effekte – meist basierend auf Labor- oder Tierversuchen. Für eindeutige Aussagen zur Wirkung beim Menschen fehlen bislang groß angelegte klinische Studien.
Wie erkenne ich das Terpenprofil einer Sorte?
Seriöse Anbieter medizinischer Cannabisblüten weisen die enthaltenen Terpene häufig auf dem Analysezertifikat oder in der Produktbeschreibung aus, meist als prozentualer Anteil der dominanten Terpene. Auch Geruch und Aroma geben erste Hinweise: Zitrusnoten deuten oft auf Limonen oder Terpinolen hin, würzige Noten häufig auf Caryophyllen. Verlässlich ist letztlich nur die Laboranalyse.
Was unterscheidet Monoterpene von Sesquiterpenen?
Der Unterschied liegt im chemischen Aufbau: Monoterpene bestehen aus zwei Isopreneinheiten, Sesquiterpene aus drei, sind also größer und schwerer. Monoterpene wie Limonen oder Myrcen sind meist flüchtiger und prägen den ersten, frischen Geruchseindruck einer Blüte. Sesquiterpene wie Caryophyllen oder Cadinen verdunsten langsamer und werden oft mit tieferen, holzigeren oder erdigeren Aromanoten in Verbindung gebracht.
Gehen Terpene beim Erhitzen verloren?
Terpene sind flüchtige Verbindungen mit unterschiedlichen Siedepunkten, von denen einige bereits bei relativ niedrigen Temperaturen verdampfen oder sich zersetzen. Wird Cannabis stark erhitzt oder verbrannt, geht ein erheblicher Teil des ursprünglichen Terpenprofils verloren oder verändert sich chemisch. Eine schonendere, temperaturkontrollierte Erhitzung wird in Fachkreisen daher häufig als terpenschonender diskutiert.

Hinweis: Die genannten Eigenschaften einzelner Terpene beruhen überwiegend auf präklinischer Forschung und stellen keine Heilversprechen oder medizinische Beratung dar. Alle gelisteten Produkte sind rezeptpflichtig; über die Therapie entscheiden Ärztinnen und Ärzte.